„Werde Leitung“: Der älteste Trick im Buch
Stationsleitung als Scharnier: viel Verantwortung, kaum mehr Geld, volle Kontrollfunktion
Der Klassiker: Die beste Pflegekraft einer Station bekommt die Leitung angeboten. Mehr Verantwortung, ein paar hundert Euro mehr, „Entwicklungschance“. Was fehlt im Gespräch: Dass du ab jetzt das Dienstzimmer gegen die Kolleginnen und Kollegen vertreten sollst, zu denen du gerade noch gehört hast.
Das ist kein Aufstieg. Das ist ein Rollenwechsel. Und er ist für die Einrichtung extrem billig.
- →Stationsleitung ist nicht „Karriere“. Sie ist die Erweiterung der Management-Funktion um einen Kopf, der günstiger ist als jede zusätzliche Führungskraft.
- →Der Gehaltszuschlag steht in keinem Verhältnis zur neuen Verantwortung, zur Arbeitszeit und zur Isolation.
- →Stationsleitungen tragen die Konflikte aus, die oben produziert werden: Dienstplanengpässe, Krankenrückkehrgespräche, Leistungsdruck.
- →Wer den Aufstiegs-Bluff durchschaut, kann anders verhandeln: Ja sagen mit Bedingungen, oder bewusst nein sagen, ohne das Gefühl, undankbar zu sein.
„„Aufstieg“ in der Pflege bedeutet in sehr vielen Fällen: dieselbe Arbeit, zusätzlich die Arbeit der fehlenden Führungskraft, für einen Bruchteil der ausgelagerten Kosten."
Was in der Langfassung kommt
- 01Was „Aufstieg“ in der Pflege ökonomisch tatsächlich bedeutet: Stunden, Gehalt, Belastung im Vergleich
- 02Die Scharnier-Funktion: Warum die Leitung Konflikte absorbiert, die weiter oben entstehen
- 03Isolation als Disziplinierungsmittel. Plötzlich auf der „anderen Seite“ des Dienstzimmers
- 04Verhandlungsmasse: Welche Bedingungen man an eine Leitungsübernahme knüpfen kann
- 05Alternativen zur klassischen Leitung: Kollegiale Selbstorganisation, Teamabsprachen statt Hierarchie
Die vollständige Langfassung wird hier veröffentlicht, sobald sie redaktionell fertig ist. In der Zwischenzeit verweisen die Cross-Links unten auf bestehende Vertiefungen im eigenen Bestand.
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